Freitag, 26. Oktober 2018




nachsehen
den großen vögeln

wie sie den wind
für sich wehen lassen

kein wind weht mehr
für mich




Mittwoch, 17. Oktober 2018




roboter


wollen mich
über den haufen blätter
wenden sich
blättern sich weiter
am boden
im wind
geh nebenher
weiß wohin
kann es nicht ändern
wohne nicht wo ich bin




Dienstag, 9. Oktober 2018



auf erden


im rottenden stamm
wächst es
nur so

meine gläsernen fühler
wedeln blind
hin und her

wo ruhen schnecken
in frieden

den buckel frei
von soll hab und gut

es spiegelt sich schon
eine lampe im fenster

worauf
ihr schein fällt
uns

können wir
an ein paar fingern
abzählen




Dienstag, 2. Oktober 2018



zaungast


weder herbst noch winter
ist
meine begreiflichkeiten
gibt es wohl gar nicht
und den leisen sachten
frühling
auch nicht
von dem ich noch träume
von dem nichts zu halten
war




Donnerstag, 27. September 2018



geladen


mein vater hatte eine 
pistole
in der nachtschublade

er kam nicht dazu
der tod kam
wie ein schuß




Donnerstag, 20. September 2018



aufgabe


ruhe endlich

leben sind klein
bahnübergänge groß

und es hat nicht alles
seine ordnung

sondern
ihre




Sonntag, 9. September 2018




skopusberg


nachtwind tief
in den letzten hohen
zypressen – horchen ...

in deiner unmöglichkeit
lebe ich du
in meiner woher dieser 
blick wir wissen es nicht

doch das schweigen
der toten dort drüben
atmet ein steg
geht über den himmel